Kölner Stadtschreiber

Streifzüge im Schatten des Doms

Autor: Bernd Vielhaber (Seite 1 von 3)

Dat bruch Zigg

Letztens kohm minge Mann zo mir. Hä meent, isch sull misch doch ens jett mie für de Jesellschaff un für Politik interessere. Immer nur koche, minge Jaade un de Norbarschaff, datt wör ett jo och nit. Hann isch mir jedach, eijentlisch hätt hä jo räsch, und han misch dann och ens jett schlau jemaat, watt in dä Welt esu loss es.

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Saualända, so sind se!

Bin am Wochenende mal wieder „in der Heimat“ gewesen und durch die Straßen unseres Dorfes gestreunt.

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Die Spiegelscherbe

Ein Kölner Pfandpirat durchstöbert auf der Suche nach Leergut die Mülltonnen. Als er dabei in die Scherbe eines zerbrochenen Spiegels blickt, wird er ganz bleich und stammelt: „Leck misch en dr Täsch, ne Duude!“

Er eilt zur nächsten Polizeiwache und meldet: „Ich han ene Duude jefunge. En dr dritte Tonn am Roodhusplaatz. Joht ens dohin luure!“

Die Polizisten fahren sofort zum Rathausplatz und inspizieren die bezeichnete Mülltonne. Einer der Beamten öffnet sie, blickt in die Spiegelscherbe und ruft erschrocken: „Öm Joddes Welle, dat es jo einer vun uns!“

Er nimmt die Scherbe als Beweismittel mit, vergisst sie aber in seiner Jackentasche.

Daheim durchwühlt seine Tochter die Jacke nach einem Kamellchen, findet die Scherbe, blickt hinein und ruft: „Mamm, dr Papp hät ene Fründin!“

Die Mutter eilt herbei, schaut in den Spiegel und ruft entsetzt: „Un wat för en Schabrack dat es!“

Text: Traditional; Überarbeitung: -bevi

 

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Mein Treffen mit Ansgar in Langerwehe

Weil mein Freund Ansgar in Stolberg wohnt, sehen wir uns nur sehr selten. Das ist schade, denn so gute Freunde wie wir wollen eigentlich öfter beisammen sein. Vor einiger Zeit hatten wir uns zu einem Treffen – sozusagen auf halber Strecke zwischen Stolberg und Köln – in Langerwehe verabredet. Warum das in die Hose gegangen ist, hat Ansgar in seinem wunderbaren Beitrag „Mein Nicht-Treffen mit Bernd“ ausführlich geschildert.

Letztens haben wir das dann nachgeholt, unser Treffen in Langerwehe. Hier nun einige Impressionen aus einem Örtchen in der Voreifel, von dem ich die meiste Zeit meines Lebens gar nicht wusste, dass es das überhaupt gibt.

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Das Wasser im Rhein ist nicht unser Wasser

Vater Rhein war lange vor uns da – und im Unterschied zu unseren leiblichen Vätern wird er auch noch da sein, wenn der Strom unseres Lebens längst versiegt ist. Vater Rhein weiß nichts, will nichts und trägt alles mit sich fort. Du kannst deine Hand nicht zweimal in denselben Fluss tauchen.

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Der Kölnpfad – Auf Schusters Rappen um die ganze Stadt

REPORTAGE. Zwar gibt es für einen echten Wanderer nichts Schöneres, als sich an frischer Luft und auf weichem Waldboden durch unverfälschte Natur zu bewegen. Aber an dieser Stelle soll einmal eine andere Art der Walz vorgestellt werden: das Kulturwandern auf dem Kölnpfad. Dabei lernt man Köln aus Perspektiven kennen, von denen man im Alltagstrott noch nicht einmal geahnt hat, dass es sie überhaupt gibt.

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Feine Kleinkuchen oder Kleine Feinkuchen?

Inzwischen bin ich ja in dem Alter angekommen, in dem dir im Restaurant unaufgefordert die Karte mit den Seniorentellern vorgelegt wird. Da ist man irgendwann von ganz allein nicht mehr so wählerisch. Trotzdem hat man noch seinen Stolz!

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