Kölner Stadtschreiber

Streifzüge im Schatten des Doms

Autor: Bernd Vielhaber (Seite 5 von 18)

Der Hambacher Forst ist nicht zu retten

Ein Kommentar von Unkas (Text) Beim Kampf um den Hambacher Forst geht es schon längst nicht mehr nur um Klimapolitik, sondern vor allem auch darum, wie der Staat und die ihn beeinflussenden Konzern-Lobbyisten mit dem sogenannten Souverän, dem Wähler, also den Bürgerinnen und Bürgern, umgehen. 

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Leben ist eine gute Art zu sterben

Schon seit Stunden sitze ich auf der Kante meines Bettes und starre auf die Wand direkt vor mir, nur eine Armlänge entfernt. Zwar ist es Nacht, aber hier ist es nie wirklich dunkel und auch nie wirklich still. Die beiden Kollegen, die sich mit mir das Drei-Betten-Zimmer teilen, schnarchen um die Wette, doch es gelingt ihnen nicht, damit das Surren und leise Fiepen der medizinischen Geräte, an die sie angeschlossen sind, zu überstimmen.

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Unser schönes, sauberes Land

Der Kölner an sich ist multikulturell und supertolerant. Das ist die offizielle Version, ausgegeben von denen, die ein wirtschaftliches Interesse an den internationalen Besuchern der Domstadt haben, und besungen von denen, die ein wirtschaftliches Interesse an der Zweitverwertung der erstgenannten Interessen haben. Im Kölner Alltag schaut das leider nicht selten anders aus. Die folgende Begebenheit ist nur ein Beispiel für viele Erlebnisse in diesem Zusammenhang.

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Das Wasser im Rhein ist nicht unser Wasser

Vater Rhein war lange vor uns da – und im Unterschied zu unseren leiblichen Vätern wird er auch noch da sein, wenn der Strom unseres Lebens längst versiegt ist. Vater Rhein weiß nichts, will nichts und trägt alles mit sich fort. Du kannst deine Hand nicht zweimal in denselben Fluss tauchen.

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Aus dem Tagebuch eines Taugenichts

Liebes Tagebuch,

was für ein großartiger Tag das doch heute mal wieder war! Er begann mit einem zarten Sonnenaufgang, für den ich mir gern den Schlaf aus den Augen rieb. Die Luft roch nach frischem Grün, der Klang des Lebens schmeichelte meinen Ohren, das Licht floss weich in meine Pupillen. Das Herz schlug ruhig und stark.

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Mein Nicht-Treffen mit Bernd

Mein Nicht-Treffen mit Bernd sollte eigentlich ein Treffen mit Bernd werden. Das Datum war klar – Freitag, 27. Juli 2018. Die Uhrzeit war klar. Der Ort war klar. Langerwehe, Voreifel, Bahnhof. Alles war klar. Und alles hätte gutgehen können. Tat es aber nicht.

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Haus Belvedere

KOMMENTAR. Eine Gesellschaft entscheidet von Fall zu Fall, welche ihrer Kulturdenkmäler sie pflegt und welche nicht. Wenn das auf demokratische Weise geschieht, ist das in Ordnung. Denkmalpflege kostet nun mal Geld, und das wird vor allem in Bereichen benötigt, die der Gestaltung der Zukunft gehören: Infrastruktur, Bildung, Gesundheitsversorgung etc. Aber wenn eine Gesellschaft eine Entscheidung getroffen hat und dann nichts gemacht wird, ist das doch irgendwie doof – oder?

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