Kölner Stadtschreiber

Streifzüge im Schatten des Doms

Autor: Bernd Vielhaber (Seite 6 von 18)

Der Kölnpfad – Auf Schusters Rappen um die ganze Stadt

REPORTAGE. Zwar gibt es für einen echten Wanderer nichts Schöneres, als sich an frischer Luft und auf weichem Waldboden durch unverfälschte Natur zu bewegen. Aber an dieser Stelle soll einmal eine andere Art der Walz vorgestellt werden: das Kulturwandern auf dem Kölnpfad. Dabei lernt man Köln aus Perspektiven kennen, von denen man im Alltagstrott noch nicht einmal geahnt hat, dass es sie überhaupt gibt.

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Feine Kleinkuchen oder Kleine Feinkuchen?

Inzwischen bin ich ja in dem Alter angekommen, in dem dir im Restaurant unaufgefordert die Karte mit den Seniorentellern vorgelegt wird. Da ist man irgendwann von ganz allein nicht mehr so wählerisch. Trotzdem hat man noch seinen Stolz!

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Die Rückeroberung der Stadt

REPORTAGE. Eigentlich will ich ja nur in Ruhe eine Zigarette rauchen. Also raus aus dem Büro und runter auf die Straße. Siebzig bekannte krebserregende Stoffe mit nur einem Atemzug: herrlich! Und dann kommt auf einmal eine Gruppe von dreißig angelsächsischen Minderjährigen, angeführt von einem vollmotivierten Stadtführer, und die Show beginnt.

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Da habe ich mich wohl vertan!

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich all die Menschen zutiefst bedaure, die zu Hause eine eigene Waschmaschine haben und deswegen niemals in einen Waschsalon gehen? Sie wissen gar nicht, wie viele wundervolle zwischenmenschliche Erlebnisse und lustige Begebenheiten ihnen dadurch entgehen.

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Wem gehört Köln eigentlich?

KOMMENTAR. Artikel 14 Absatz 2 des aktuell geltenden deutschen Grundgesetzes besagt: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Das Bundesverfassungsgericht hat in der Vergangenheit anschaulich gemacht, dass dies nicht für jedwedes Eigentum gilt, sehr wohl aber für solches, das von sozialer Relevanz ist.

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Hartzlichkeiten

Ein Spiel mit Worten (Text: Aidu K.)

Ich liebe das Spiel mit Worten. In Hartz steckt das Wort „zart“. An Hartz IV ist nichts zart. Das System ist eher grob, mitleidlos gegenüber Kunden und Mitarbeitern. Eine Mangelverwaltung, in der Zahlen zählen, es an Zeit für die wirklichen Aufgaben fehlt und die Kunden – angesichts der Zustände eine euphemistische Bezeichnung – mehr mit ihrem Mangel beschäftigt sind, als mit dem, was sie können. Denn das, was sie können, zählt nur, wenn sie damit eine Arbeit finden, die sie aus dem Leistungsbezug bringt.

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Himmel un Ääd

Ob mein Freund Hermann nun ein Macho oder ein Chauvi ist, kann ich nicht sagen – die Grenze vom einen zum anderen ist mir nicht richtig klar. Für ihn ist jedenfalls in der Regel alles ganz einfach. Grau ist für ihn keine Farbe, Schwarz schon. Und die Behauptung, Weiß sei die Summe aller Farben, hat er bereits im Physikunterricht am Gymnasium dahingehend beschieden, dass er das Fach abwählte.

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