Kölner Stadtschreiber

Streifzüge im Schatten des Doms

Kategorie: Blog (Seite 1 von 2)

Der Liebesschwur in der Baumrinde

Heutzutage gehst du mit deiner Liebsten zum Graveur am Kölner Fischmarkt, lässt dir dort einen Spruch auf den Korpus eines Schlosses ritzen und hängst es dann oben an der Hohenzollernbrücke auf. Noch ein paar Selfies, und das war’s dann. Weiter geht’s, oft genug recht bald mit einer anderen Liebsten. Im Prinzip war das ja schon immer so. Das Spiel ist das gleiche geblieben – nur die Regeln haben sich geändert.

Weiterlesen

Teilen

Lass es bimmeln!

Oft sitze ich in der Straßenbahn und kann beim besten Willen nicht verstehen, warum es nicht weitergeht. Die Signale stehen auf freie Fahrt, kein Fahrerwechsel, die Türen sind verschlossen, alles funktioniert – aber die Bahn fährt nicht los. Der Fluch der KVB.

Weiterlesen

Teilen

Noch zehn Minuten

Gestern im Waschsalon war es mal wieder so richtig schön langweilig. Normalerweise schöpfe ich eine meditative Ruhe daraus, der sich drehenden Waschtrommel bei der Arbeit zuzuschauen und dabei genüsslich einige noch warme Croissants zu verzehren. So auch diesmal. Doch dann …

Weiterlesen

Teilen

Wo ist all der Spaß geblieben, den wir früher einmal hatten?

Vor Aids und Tschernobyl. Vor dem sauren Regen und dem Waldsterben, vor der Plastikvermüllung der Meere, vor Parship, Vladimir Putin und Donald Trump? Das Leben hat früher doch eigentlich Spaß gemacht, oder?

Weiterlesen

Teilen

Kiffer in der Tiefgarage

In vielen Kölner Wohnanlagen gehört es zum guten Ton, dass die Nachbarn einander nicht persönlich kennen. Oder dass sie zumindest so tun, als wären sie einander fremd. Man will ja niemandem zu nahe treten. Bedauerlicherweise bleibt so das menschliche Bedürfnis nach Austausch unbefriedigt.

Aber wozu gibt es denn Facebook-Gruppen in allen Kölner Stadtteilen?

Weiterlesen

Teilen

Dat bruch Zigg

Gastbeitrag von El Vira Scheider.

Letztens kohm minge Mann zo mir. Hä meent, isch sull misch doch ens jett mie für de Jesellschaff un für Politik interessere. Immer nur koche, minge Jaade un de Norbarschaff, datt wör ett jo och nit. Hann isch mir jedach, eijentlisch hätt hä jo räsch, und han misch dann och ens jett schlau jemaat, watt in dä Welt esu loss es.

Weiterlesen

Teilen

Es ist etwas geschehen

  • 1

Als ich meine Wohnung betrat, blinkte der Anrufbeantworter. Die Nummer auf dem Display kannte ich nicht, und es meldete sich auch niemand, nachdem ich den Wiedergabeknopf betätigt hatte. Stattdessen hörte ich Geräusche im Hintergrund, zwei heftig streitende Stimmen, deren Worte ich nicht verstand, Möbel wurden umgeworfen, Glas zerbrach, ein Schrei, die Stimme einer Frau: Dann war es plötzlich still. Eine Stille, die so abrupt und umfassend war, dass sie wie Lärm auf mich wirkte.

Weiterlesen

Teilen
« Ältere Beiträge