Kölner Stadtschreiber

Streifzüge im Schatten des Doms

Kategorie: Schnipsel (Seite 2 von 2)

Noch zehn Minuten

Gestern im Waschsalon war es mal wieder so richtig schön langweilig. Normalerweise schöpfe ich eine meditative Ruhe daraus, der sich drehenden Waschtrommel bei der Arbeit zuzuschauen und dabei genüsslich einige noch warme Croissants zu verzehren. So auch diesmal. Doch dann …

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Die Spiegelscherbe

Ein Kölner Pfandpirat durchstöbert auf der Suche nach Leergut die Mülltonnen. Als er dabei in die Scherbe eines zerbrochenen Spiegels blickt, wird er ganz bleich und stammelt: „Leck misch en dr Täsch, ne Duude!“

Er eilt zur nächsten Polizeiwache und meldet: „Ich han ene Duude jefunge. En dr dritte Tonn am Roodhusplaatz. Joht ens dohin luure!“

Die Polizisten fahren sofort zum Rathausplatz und inspizieren die bezeichnete Mülltonne. Einer der Beamten öffnet sie, blickt in die Spiegelscherbe und ruft erschrocken: „Öm Joddes Welle, dat es jo einer vun uns!“

Er nimmt die Scherbe als Beweismittel mit, vergisst sie aber in seiner Jackentasche.

Daheim durchwühlt seine Tochter die Jacke nach einem Kamellchen, findet die Scherbe, blickt hinein und ruft: „Mamm, dr Papp hät ene Fründin!“

Die Mutter eilt herbei, schaut in den Spiegel und ruft entsetzt: „Un wat för en Schabrack dat es!“

Text: Traditional; Überarbeitung: -bevi

 

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„Da fährt der doch einfach los!“

Zugegeben: Es gibt unzählige Gründe, die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) zu hassen wie die Pest und lieber mit dem Fahrrad zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Besonders dann, wenn du wegen eines Termins pünktlich sein willst. Auf der anderen Seite gibt es kaum ein Biotop in Köln, in dem es mehr menschelt als in den Bussen und Bahnen des städtischen Linienverkehrs.

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Feine Kleinkuchen oder Kleine Feinkuchen?

Inzwischen bin ich ja in dem Alter angekommen, in dem dir im Restaurant unaufgefordert die Karte mit den Seniorentellern vorgelegt wird. Da ist man irgendwann von ganz allein nicht mehr so wählerisch. Trotzdem hat man noch seinen Stolz!

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Kommunikation auf höchstem Niveau

Durch die gezielte Auslassung von Präpositionen und den souveränen Verzicht auf redundante Satzteile lässt sich viel wertvolle Atemluft einsparen. Dass diese Maßnahmen den Informationsgehalt zwischenmenschlicher Kommunikation kaum merklich schmälern, durfte ich neulich in der Straßenbahn beobachten.

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Heute Morgen im Rewe

Bei Rewe sortiert sich die Menschheit in zwei Hälften: Die eine ist jung, urban, scannt ihren Einkauf selbst ein und zahlt mit Karte – die andere ist hoffnungslos vintage, geistig vom Dorf und blockiert die normale Kasse mit dem umständlichen Abzählen von Kupfergeld. Ausnahmen natürlich nicht mitgerechnet.

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Heute Morgen bei Lidl

Manchmal lachst du dich einfach nur kaputt. Muss denn etwa immer alles einen Sinn haben?

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