Kölner Stadtschreiber

Streifzüge im Schatten des Doms

Kategorie: Story (Seite 1 von 6)

Der Junge und das Rotkehlchen

Hör zu, ich erzähle dir jetzt die Geschichte von dem Rotkehlchen und dem Jungen.

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Kiffer in der Tiefgarage

In vielen Kölner Wohnanlagen gehört es zum guten Ton, dass die Nachbarn einander nicht persönlich kennen. Oder dass sie zumindest so tun, als wären sie einander fremd. Man will ja niemandem zu nahe treten. Bedauerlicherweise bleibt so das menschliche Bedürfnis nach Austausch unbefriedigt.

Aber wozu gibt es denn Facebook-Gruppen in allen Kölner Stadtteilen?

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Es ist etwas geschehen

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Als ich meine Wohnung betrat, blinkte der Anrufbeantworter. Die Nummer auf dem Display kannte ich nicht, und es meldete sich auch niemand, nachdem ich den Wiedergabeknopf betätigt hatte. Stattdessen hörte ich Geräusche im Hintergrund, zwei heftig streitende Stimmen, deren Worte ich nicht verstand, Möbel wurden umgeworfen, Glas zerbrach, ein Schrei, die Stimme einer Frau: Dann war es plötzlich still. Eine Stille, die so abrupt und umfassend war, dass sie wie Lärm auf mich wirkte.

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Leben ist eine gute Art zu sterben

Schon seit Stunden sitze ich auf der Kante meines Bettes und starre auf die Wand direkt vor mir, nur eine Armlänge entfernt. Zwar ist es Nacht, aber hier ist es nie wirklich dunkel und auch nie wirklich still. Die beiden Kollegen, die sich mit mir das Drei-Betten-Zimmer teilen, schnarchen um die Wette, doch es gelingt ihnen nicht, damit das Surren und leise Fiepen der medizinischen Geräte, an die sie angeschlossen sind, zu überstimmen.

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Unser schönes, sauberes Land

Der Kölner an sich ist multikulturell und supertolerant. Das ist die offizielle Version, ausgegeben von denen, die ein wirtschaftliches Interesse an den internationalen Besuchern der Domstadt haben, und besungen von denen, die ein wirtschaftliches Interesse an der Zweitverwertung der erstgenannten Interessen haben. Im Kölner Alltag schaut das leider nicht selten anders aus. Die folgende Begebenheit ist nur ein Beispiel für viele Erlebnisse in diesem Zusammenhang.

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Das Wasser im Rhein ist nicht unser Wasser

Vater Rhein war lange vor uns da – und im Unterschied zu unseren leiblichen Vätern wird er auch noch da sein, wenn der Strom unseres Lebens längst versiegt ist. Vater Rhein weiß nichts, will nichts und trägt alles mit sich fort. Du kannst deine Hand nicht zweimal in denselben Fluss tauchen.

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Aus dem Tagebuch eines Taugenichts

Liebes Tagebuch,

was für ein großartiger Tag das doch heute mal wieder war! Er begann mit einem zarten Sonnenaufgang, für den ich mir gern den Schlaf aus den Augen rieb. Die Luft roch nach frischem Grün, der Klang des Lebens schmeichelte meinen Ohren, das Licht floss weich in meine Pupillen. Das Herz schlug ruhig und stark.

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