Kölner Stadtschreiber

Streifzüge im Schatten des Doms

Kategorie: Story (Seite 2 von 6)

Aus dem Tagebuch eines Taugenichts

Liebes Tagebuch,

was für ein großartiger Tag das doch heute mal wieder war! Er begann mit einem zarten Sonnenaufgang, für den ich mir gern den Schlaf aus den Augen rieb. Die Luft roch nach frischem Grün, der Klang des Lebens schmeichelte meinen Ohren, das Licht floss weich in meine Pupillen. Das Herz schlug ruhig und stark.

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Mein Nicht-Treffen mit Bernd

Mein Nicht-Treffen mit Bernd sollte eigentlich ein Treffen mit Bernd werden. Das Datum war klar – Freitag, 27. Juli 2018. Die Uhrzeit war klar. Der Ort war klar. Langerwehe, Voreifel, Bahnhof. Alles war klar. Und alles hätte gutgehen können. Tat es aber nicht.

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Da habe ich mich wohl vertan!

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich all die Menschen zutiefst bedaure, die zu Hause eine eigene Waschmaschine haben und deswegen niemals in einen Waschsalon gehen? Sie wissen gar nicht, wie viele wundervolle zwischenmenschliche Erlebnisse und lustige Begebenheiten ihnen dadurch entgehen.

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Himmel un Ääd

Ob mein Freund Hermann nun ein Macho oder ein Chauvi ist, kann ich nicht sagen – die Grenze vom einen zum anderen ist mir nicht richtig klar. Für ihn ist jedenfalls in der Regel alles ganz einfach. Grau ist für ihn keine Farbe, Schwarz schon. Und die Behauptung, Weiß sei die Summe aller Farben, hat er bereits im Physikunterricht am Gymnasium dahingehend beschieden, dass er das Fach abwählte.

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Wir müssen in den Zoo!

Ein Besuch im Kölner Zoo ist immer eine gute Idee. Selbst wenn man im Augenblick gar nicht dahin möchte.

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Also, ich sag immer: Leben und leben lassen!

Es gibt nur eins, das ich mehr liebe, als recht zu haben: nämlich wenn mich einer mit wirklich guten Argumenten davon überzeugt, dass er noch ein klein wenig mehr recht hat als ich. Zum Beispiel heute Morgen der Büdchenchef im Veedel, wo mein Waschsalon ist.

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Des Schneiders Weib

Der Herr möge mir verzeihen, wenn es nicht recht ist, was ich tun werde. Aber ich halte es nun einmal für Teufelswerk, dieses nächtliche Treiben der Geister in unserer heiligen Stadt. Steht denn nicht in der Bibel geschrieben, dass der Mensch das Brot im Schweiße seines Angesichtes verdienen soll? Ist das nicht Gottes Auftrag?

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